marc ribot’s ceramic dog

porgy
die family ribot spielt im keller
ceramic dog
der hund bellt
er könnte beißen
hallo auf der bühne
wir setzen uns
der fluss beginnt
around the rocks
drei vier
stücke mit gelenk
der drummer spielt ein hi-hat
das seinen namen verdient
der fluss strudelt
franst
hat flecken
der fluss reißt
ein frickel-tablett zur sicherheit
eine afrikanische mutter
ein haufen dub in der hinterhand
ribot-musik
ein insektenkasten
insektarium
der drummer verliert zum fünften mal den rechten drum-stick
macht nichts
er hat genug dabei
ribot ist der faden
die bande lacht
he leads a life of quiet desperation
but that’s the way it is
eine sitzrotte
nur der schlagzeug-mann will auch im stehen
ein insektenschwarm
der immer lebt und immer bleibt
eine strandbarschunkelei
ein punkrock
ein warmer schal
eine noise-sau unterm sitz
ein drum-stick fliegt
this is the eleventh night
on a consecutive tour of fifty nights
and we’re ca-razy
die beste band der welt
kein zweifel
musik
die
das herz öffnet
und
das hirn

Chris Lohner

Breitenschützing im Wiesel erreicht mich entfernt durch den staubigen Soul der Soulsavers im Kopfhörer. Chris Lohner sagt “Nächster Halt – next stop Schwanenstadt”. Wenn Chris Lohner “Nächster Halt: Breitenschützing” ankündigt, erwartet mich dort die Welt.

nach dem sommer

.. ist die oase erst recht von nöten, und sie muss auch noch richtig vorgestellt werden. doch das will noch genauer geplant werden. gerade aus dem sommerengagement in salzburg zurückgekehrt, wartet im augenblick vorher noch das cover von eva d.s neuer cd “rausch” auf drucklegung. die täglichen kreativen übungen bestehen aus einem text (mindestens ein wort) und einem foto. wenn ich’s schaffe, mache ich auch noch eine zeichnung.

wolfgang kschwendt, daily photo

wolfgang kschwendt, daily photo

wir erreichen die oase

es hat ja lange genug gedauert, aber was lange währt wird oft auch endlich gut. und oft ist es gut, wenn’s lange währt, dann hält es länger an. gestern sind die ersten paperbacks eingetroffen. die hardcovers sollten nächste woche da sein. wen es interessiert, der/die kann sich
hier eine vorschau herunterladen. man/frau kann auch gleich bestellen. wolfgang kschwendt:
“wir übergehen die oase sanglos – splitter und floskeln”
paperback: 84 seiten/abbildungen sw: 12 EUR (zzgl. versandkosten)
hardcover: 84 seiten/abbildungen sw/fb: 15 EUR (zzgl. versandkosten)

wir übergehen die oase sanglos - paperbacks eingetroffen

wolfgang kschwendt - wir übergehen die oase sanglos - paperbacks eingetroffen

Zeichnen

Oft geht es nur um eine Handbewegung. Oft geht es um die Abwechslung. Immer dem ersten Impuls nachgeben und dann früher aufhören als gedacht.

Often it is just about a movement of the hand. Often it is about variation. I abandon myself to the impulse and stop sooner than I planned.

Immer folgen

Was ist die Folge? Ich bin an Folgen interessiert.

der flieder vor der klinik

wo hat der baufritz die nylonstrümpf. im untergeschoss. wo läuft der regalsegen. hinter der tür. wann fährt der 43er leer. im frühling im frühling. der flieder vor der klinik. die wimpern von marie. die sängerin an der kreuzung. der regisseur auf den stufen. die wimpern von marie.

Das war Nutzraum17 2008

Was war Nutzraum 17? Zu allererst eine stimmige Sache.
Das Konzept “Galerie Nutzraum” sieht leer stehende Lokale und Lokalitäten, also Nutzraum, als Ausstellungsräume vor, so wie es auch SOHO Ottakring praktiziert. Die Radowan-Halle am Yppenplatz ist eine ehemalige Markthalle, viel hat sich nicht geändert, nur wird sie nicht mehr als Markthalle verwendet, sondern eben für Veranstaltungen aller Art.
Es war ein seelenvolle, stimmige Zeit. Hannes Lengauer, der kuratiert und mit Hilfe von nicht weniger idealisitischen MitarbeiterInnen organisiert hat, hat ein Herz wie ein Löwe. Glaube ich, ich kenne ihn erst seit ein paar Tagen. Ich glaub’s aber trotzdem.
Im Nachhinein fühlt sich alles sehr leicht an und es war auch leicht. Ich habe natürlich auch leicht reden, schließlich fand alles praktisch vor meiner Haustüre statt und ich hatte nicht einmmal Mühe, meine großen Bilder einzeln und zu Fuß hinüber zu bringen.
Hängen war leicht, der Rhythmus ergab sich aus der Art der Arbeiten, es musste nicht einmal diskutiert werden. Eingerahmt von Armin Bardels zwischen Allegorie und Faktum liegenden und Hannes Lengauers malerischen, bewegungsreichen Farbfotografien, verlief eine kontrastreiche Linie mit erdigen und recht intimen Ölportraits von Mara Matuschka, die bereits vorhandene Wandzeichnungen in die Performance integrierte und so den Bildträger erweiterte, über meine Wort-Linien-Arbeiten, die ebenfalls in der Tradition von Wandspuren und -zeich(nung)en weiter arbeiten, zu Romana Brandstätters farbstarken Selbstportraits.

Gegenüber hatte Hanna Hollmann eine kunstvoll trashige Wohninstallation eingerichtet, die auch gern bewohnt wurde, zumal aus dem Sofa kaum aufzustehen war. Die leichte Melancholie, die sich durch die Ausstellung zog, und die sich vortrefflich mit dem Raum vertrug, lag auch über Rainer Tahedls mittelgroßen Ölbildern, war da mitunter gar nicht mehr so leicht, sondern schon beachtlich traurig.
Für mich handelten die Bilder von Abwesenheiten. Ockerfarben, ein leeres, skulptural anmutendes Gitterbett in braunem Umfeld. Ein Mädchen oder eine junge Frau, die wie im Nebel oder Verbleichen steht. Vielleicht taucht sie auch auf. Eine Ahnung.

Und dann war da noch die Musik. Ich konnte leider nicht alle Bands sehen (den Freitag hab ich verpasst), aber es waren schon Perlen dabei. Meine Favoriten: Willi Landl & Band und Christian & Michael. Das erste und das letzte Konzerte, wie ich gerade feststelle. Die Athmosphäre war immer gut. Das war SOUL. YEAH!

Fotos gibt’s in Bälde auf einer eigenen Seite (siehe rechts).

Fosbury Flug

Mitten auf dem Platz dreht man sich kurz um, um den Ball zurück zu spielen, sieht das Licht in der Markthalle und schaut bei Rainer vorbei. Der Weg ins Atelier mit ein paar Nutzen, eine Tasche voll Papier.