platte ausstellung 07

Das Aktuellste momentan (was mich betrifft): “die platte”. Nur noch kurze Zeit, aber dafür gehörig Lärm. Ich habe gerade ein paar Bilder unter “platte wien_2006” abgelegt.
“Die Platte” ist ein Projektraum von Daniel Bader und anderen Studierenden der Meisterklasse Elke Krystufek. Wer keine Zeit mehr findet, sich die Sache live anzuschauen (und das ginge nur noch heute), kriegt so einen kleinen Eindruck. Morgen Abend wird schon die “platte ausstellung 08” eröffnet.
http://platte2000.blogspot.com/

Frühling in Wien

Wir sind auf der grünen Welle nach Wien herein gekommen. Die Bäume in der Johnstraße haben schon große Blätter. Besonders die Kastanien. Größere als die Birken. Die Abendsonne. Als wir vor einer Woche in die Bundesländer aufgebrochen sind, hatte die Birke im Hof gerade eine Andeutung von grünen Spitzen. In Bad Mitterndorf ist Winter. Der Frühling ist in Wien.

den richtigen ton treffen

… keine geheimnisse ausplaudern / sich auf aktuelles beziehen / immer im kontext bleiben / zeitgenössisches kennen / steuern rechtzeitig zahlen / bedenken wie gut’s wem geht / den dialog mit der geschichte nicht scheuen / auch an wochenenden netzwerken / den ruf ruinieren / vodka trinken / richtig betonen / fremdsprachen sprechen / einmal im monat ins ausland fliegen und eine woche bleiben _kschwendt050819

konvolut strutt

es muss was schön sein mit ein bisschen was erde drinn mit ein bisschen was dreck drinn witz und trostlosigkeit trauer und sadness überhaupt das gefühl im bauch muss erweckt werden die liebe der zorn der rhythmus soll regieren es soll nahe an meine wahrheit an meine freiheit kommen yeah baby die ganze kommunikationschose die sprache was wir heutzutage so kommunizieren mann was man uns so vorsetzt können wir da überhaupt anders als PHANTASTISCH   yyyyeah baby gib einen scheiß auf die realität sie ist banal grausam traurig ok auch komisch unverfilmbar kleingedruckt und wir leben eben darin also verleugnen geht nicht aber umwege machen geht oder was einmal laut aufschreien wenn’s nötig scheint und langsam tanzen wenn’s wer braucht ein bisschen in die leere bewegen in den absichtslosen bereich wo wir frei sind denn wenn wir frei sind denken wir besser fühlen wir besser entscheiden wir besser platz platz platz platz und lassen die abwechslung von engen und weiten die nicht festgeschrieben und nicht festgelegt ist vorgeplant aber doch passiert auf jeden fall doch passiert wo keiner sagt es muss so sein JEDENFALLS muss es so sein KANN es so gewesen sein kann es sein dass es ganz sicher so war the way we talk warum war es so wer sagt das the way we talk greifen wir tatsächlich ein _kschwendt050310

SCHEINWERFER LEUCHTEN

in der alserstraße entgegenkommen / der misswirtschaft ausdruck verleihen / dem unverständnis zum rückzug verhelfen / das abendrot hat seine eigenen gesetze /

alles, was sich mit zunehmender geschwindigkeit aneinanderreiht, ist gut / alles, was sich anhäuft ist gut / zunehmende geschwindigkeit ist der schlüssel zum ersten haufen / das ist für kinder so und für erwachsene / man erfährt es überall in volkshochschulen / die ausbildungen sind unterschiedlichst / wer gründlich recherchiert, ergattert eine stelle im kulturbereich / man kann sich qualifizieren / wenn man die geschwindigkeit drosselt, kann man es aufschreiben / die suchmaschine der zukunft (ab in die suchmaschinerie)

kinder, greise und frauen zuerst / kein verzagen erforderlich

wir können uns in der zukunft ein wochenendhaus leisten / wenn wir wollen, leisten wir uns einen ordentlichen garten / stadtnähe für die landflucht geeignet _kschwendt050705

MANCHMAL

…wird es schon gehen, wenn die anderen sagen, er war’s wieder nicht.

In Lissabon, im Sommer, schwangen die einfachen Melodien ihre Rhythmen, in den Straßen war’s voller Linien, die Stromleitungen. War gelb von den Autos im Verkehr, der eine lief ihnen nach, was kümmerte der wen.

Madeira immer wieder. Im Frühling. Architekten trinken ihn im Freien. Die Lohnverrechnung kommt dazwischen, dann fahren sie. Wir warten auf den Abflug. In der Halle kommt man den Passagieren entgegen. Sie stöhnen. Der Gedichtband ist griffbereit. In der Deckelklappe das Nötigste. Peter Huber vom Zoll. Das geht noch einmal durch. Paare fliegen gemeinsam. kschwendt_april98