When that summer sun comes down

  • Und dann Sommersonnenuntergang

    Signs and lines and phrases and stories, duties, routines and morning glories. Vessels and mollusks, plants and machines, they meet on sheets, tell it to the marines.


    Linien und Spermien und Blasen und Batzen, Lilien und Stempel und Luftmatratzen. Übung und Stiftung, Geschichte und Krempel. Marken und Viecher und wieder ein Stempel. Eine Erzählung mit Kratzern und Matzen, ein Lieblingslied, ein Flug aus dem Tempel.

Feld 04 – Hohe Regionen Stille Fragen

  • Field 04 – High regions silent questions

    I prefer pencils and rather small formats at the moment. The white space is important. It is the areas that remain untouched afterwards that I pay attention to, as if I would be drawing a negative image. And at the same time I mind the line that makes itself way, puts meaning or meaninglessness, creates signs or symbols and gives in in time. The title is important. It extends the drawing beyond the picture carrier. It names the area. Choosing the title gives me (a last) opportunity to calm or confuse or give comfort. It’s a poetic suggestion, a rhythm.


    Im Augenblick zeichne ich mit Bleistift und bevorzuge kleine und mittlere Formate. Der Weißraum ist wichtig. Manchmal liegt das meiste Augenmerk auf ihm, auf dem unberührten Rest. Als gestalte man ein Negativ. Manchmal liegt es auf der Linie, die sich Weg bahnt, Bedeutungen oder Bedeutungslosigkeiten platziert, Zeichen hinterlässt, und rechtzeitig Ruhe gibt. Der Titel ist wichtig. Er erweitert die Zeichnung über den Träger hinaus, gibt dem Raum einen Namen. Mit der Wahl des Titels habe ich die Möglichkeit zu beschwichtigen, zu verwirren oder auch zu trösten. Eine poetische Anregung, ein Rhythmus.

    Wolfgang Kschwendt - Drawing: "feld 04 - Hohe Regionen Stille Fragen (high regions silent questions)" - pencil, paper, DINA4 - 2014

    Feld 04 – Hohe Regionen Stille Fragen (High regions silent questions) – 2014, Pencil/Paper, DIN A4

kraks – This, Martin, is the first of (a line of sketches)

  • Spontaneous Music

    Aus Faszination für grafische Partituren entstand die Zeichnungsserie “This, Martin, is the first of (a line of sketches)”, in der ich den Versuch unternommen habe, für Martin einen lockeren Boden zu schaffen, auf dem er ein Musikstück entwickeln konnte (wollen sollte). Die Ausstellung der Serie in der Grätzlgalerie war ein willkommener Anlass, sich gemeinsam daran zu machen.

    Bei jeder Session entsteht ein neues Stück und ist schon wieder Geschichte. Solange die Konzentration hält, hält die Spannung, dauert das Stück. Die elektronischen Instrumente sind nur teilweise kontrollierbar, der Zufall erzeugt neue Muster, auf die wir reagieren. Die Musik bleibt fragmenthaft, ein Roadmovie, eine Wanderung durch Häuser, Straßen, Städte. Streunen. Eine Zeitspanne.

    Out of fascination for graphic scores I started a series of drawings called “This, Martin, is the first of (a line of sketches)”, in which I had undertaken the attempt to create a loose ground for Martin on which he could (and hopefully would) develop some music piece. The exhibition of the series in the Grätzlgalerie was a welcome opportunity to create some sound together.

    At each session a new piece grows and is already history.The piece takes it’s time as long as concentration is fine. The electronic instruments are only partially controllable, randomly generated new patterns appear to which we respond. The music remains in a fragmentary way, a road movie, a walk through houses, streets, cities. Stray. A period of time.


    kraks live: 7. November 2013 18h

    Grätzelgalerie
    Kriemhildplatz 10
    1150 Wien

    → Martin Kratochwil
    → Circuit-Bending

    Drawing by Wolfgang Kschwendt: This, Martin, is the first of (a line of drawings)

In einer Vielzahl von Formen ..

  • Ausstellung

    In einer Vielzahl von Formen,
    Mit freundlichen Grüßen, Kschwendt

    Ich bewege mich täglich in einer Vielzahl von Formen,
    ich begegne täglich einer Vielzahl von Formen,
    man spricht mich an in einer Vielzahl von Formen,
    die Gedanken kommen in einer Vielzahl von Formen,
    die Kreuzungen, Wege in einer Vielzahl von Formen,
    Ängste kommen in einer Vielzahl von Formen.
    Ein Haufen, ein Berg, ein Batzen am Balken,
    Ein Stapel, ein Stoß, ein Schwarm, eine Linie.
    Ein Zeichen, ein Logo, ein Satz.

    Eine Meldung, ein Newsroom, eine starke Behauptung,
    Eine Frage, ein Zweifel, eine Verhandlungsgrundlage,
    Signale, Impulse, eine gehörige Vielzahl.
    Ich seh sie, ich hör sie, ich nehme sie wahr.

    Ich kaue sie wieder, ich ahme sie nach, ich versuche zu finden,
    was sie bedeuten, ich versuche zu finden, was sie mir tun.

    Ich halte mich auf in einer Vielzahl von Formen
    und spucke sie aus in einer Vielzahl von Formen.
    Ich nehme mir Formen und geb’ andere zurück.

    I move in a variety of forms every day,
    I encounter a multitude of forms every day,
    I am spoken to in a multitude of forms,
    thoughts come in a multitude of forms,
    the crossings, paths in a multitude of forms,
    Fears come in a multitude of forms.
    A heap, a mountain, a clump on a beam,
    a pile, a bump, a swarm, a line.
    A sign, a logo, a sentence.

    A message, a newsroom, a strong assertion,
    A question, a doubt, a basis for negotiation,
    Signals, impulses, a proper multitude.
    I see them, I hear them, I perceive them.

    I chew them again, I imitate them, I try to find
    what they mean, I try to find what they do to me.

    I dwell on a multitude of forms
    and spit them out in a multitude of forms.
    I take forms and give others back.


    In einer Vielzahl von Formen,
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kschwendt

    7. Juni – 8. November 2013

    Grätzelgalerie
    Kriemhildplatz 10
    1150 Wien

    → Grätzlgalerie
    → Grätzlgalerie @ fb

Shows to come

  • Ausstellungen

Bilder für Film

  • Pictures for film Oktober November

    I am very glad that again some of my pictures have found place in a film set. This time three pictures may join in Götz Spielmanns (“Revanche”) next film “Oktober November”. The production company coop99 announces:

    “Two sisters, very different. Their father whose life comes to an end. An inn in the mountains. A family history.”


    Ich bin sehr froh, dass wieder einige meiner Bilder in einem Filmset Platz gefunden haben. Diesmal dürfen drei Bilder in Götz Spielmanns (“Revanche”) nächstem Film “Oktober November” mitspielen. Die Produktionsfirma coop99 verrät:

    “Zwei Schwestern, sehr verschieden. Ihr Vater, dessen Leben zu Ende geht. Ein Gasthof in den Bergen. Eine Familiengeschichte.”

Alles A4 – Grand Petit Galerie Linz

  • Everything DIN A4

    Ausstellungstext Grand Petit Galerie:

    (English version below)

    Beteiligte KünstlerInnen: Andrea Brunner-Fohrafellner, Gerda Haunschmid, Michaela Kirchknopf, Wolfgang Kschwendt, Monika Lederbauer, Dominika Meindl, Eva Pel, Daniela Pesendorfer, Klaus Pinter, Jessica Sligter, Norbert Tomasi, David Wittinghofer; Eröffnungsrede: Tanja Brandmayr

    Als in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Din Format definiert und festgelegt wurde, hätte wohl noch kaum jemand gedacht, dass diese simple Norm eine so starke Dominanz erlangen würde. Und so wurde es mittlerweile schon fast wieder zu einem kreativen Standard, das Din-Format zu unterwandern und der Norm nicht zu entsprechen. Ob Schulhefte, Ordner, Inkjet-Drucker oder sogar Urkunden — A4 herrscht als Standard vor.

    Die Grand Petit Galerie zeigt Arbeiten von Künstler/innen, die das Experiment des Ausbrechens schon hinter sich gebracht haben oder erst gar nicht starten wollen und stattdessen das Vorgegebene analysieren.


    Everything A4

    participating artists: Andrea Brunner-Fohrafellner, Gerda Haunschmid, Michaela Kirchknopf, Wolfgang Kschwendt, Monika Lederbauer, Dominika Meindl, Eva Pel, Daniela Pesendorfer, Klaus Pinter, Jessica Sligter, Norbert Tomasi, David Wittinghofer; opening speech: Tanja Brandmayr

    In the 1920ies – the international standard A4 has been intruduced. Who would have thought at that time, that a simple norm like this could gain such a high importance within only a few decades. By now it can almost be seen as a creative challenge to break with this regulation and to undermine the norm. No matter if it’s a school book, an inkjet printer, a folder or even high priority documents – A4 remains predominant. For „Everything A4“ we collect works working with/on/for the predetermined A4 format.

    Fotos von der Vernissage wurden freundlicherweise von der Grand Petit Galerie zur Verfügung gestellt.